Seit einigen Jahren wurde die Praxisgebühr eingeführt, jeder 10 Euro - Schein ein Krankenschein! Die Einführung der Praxisgebühr war umstritten und viele haben angeprangert, das damit das Gesundheitswesen einen deutlichen Rückschritt erhalten wird. Nun wurde eine Studie über das Verhalten der Kranken veröffentlicht die diese Annahme bestätigt. Fazit: Deutsche gehen mit der Einführung der Praxisgebühr weniger zum Arzt. Während in den Niederlanden 1,5 % und Großbritannien 1,8% der Personen mit Beschwerden nicht zum Arzt gehen, sind es in Deutschland nun 11,7%. Damit nähert sich Deutschland langsam den US - Statistiken an, wo in einem reinen Privaten System 24,6% der Kranken keinen Arzt aufsuchen.
Der Siegener Soziologe Claus Wendt hat in einer Studie heraus gefunden, dass in Deutschland seit der Einführung der Praxisgebühr jeder 8. vom Arztbesucht abgehalten wird, obwohl entsprechende Beschwerden vorliegen. Bei den über 1.000 Teilnehmer gaben zudem 1/4 aller Befragten an, in das deutsche Gesundheitswesen nicht mehr das rechte Vertrauen zu haben auch richtig und vollständig behandelt zu werden. Die 10 Euro - Praxisgebühr wirkt sich vor allem bei den Einkommensschwachen stark aus und verhindert die notwendige medizinische Versorgung.
In der Medizin ist die Vorsorge und die Früherkennung sehr wichtig um den Krankheitsverlauf und natürlich für die Allgemeinheit die eventuellen Folgekosten zu minimieren. Daher ist zu erwarten, dass andere Langzeitstudien das Ergebnis haben werden, dass die Folgekosten im Gesundheitswesen stark ansteigen.
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