Ehrenmord im deutschen Recht

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Was ist wenn in Deutschland ein Ehrenmord verübt wird. In Deutschland ist ein Ehrenmord nicht üblich, der Ehrenmord wird im muslimischen Raum begangen, wenn sich ein Familienmitglied besonders unehrenhaft verhalten hat. Deutschland hat eine andere Kultur und das Rechtsystem kennt einen Ehrenmord nicht. Was passiert in Deutschland mit einem, der ein Ehrenmord begangen hat. Muss er nicht frei gesprochen werden?

Fazit: Den Begriff Ehrenmord kennt das deutsche Recht nicht. Dies ist auch nicht notwendig da ein Mord immer ein Mord ist. Entsprechend der Umstände der Tat wird vor einem deutschen Gericht die Tat bewertet und der Täter verurteilt.

Es ist richtig dass das deutsche Rechtssystem den Begriff des "Ehrenmordes" nicht kennt. Dies bedeutet aber keinesfalls, dass man deswegen straffrei bleibt. Eher im Gegenteil, das deutsche Recht das eher Mild einzustufen ist, sieht solche Verbrechen als die schlimmsten an und straft die Täter entsprechend.


Im § 211 Strafgesetzbuch (StGB) wird ein Mörder definiert. Hier heißt es:


"wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet".


Bei einem "Ehrenmord" kann das Gericht sicherlich "Mordlust" unterstellen. Wenn dann der Mord auch noch heimtückisch oder grausam ausgeführt wird, sind wesentliche Mordmerkmale nach deutschem Recht erfüllt und der Täter wird entsprechend verurteilt.


Mord ist Mord! Und wird immer bestraft!


Nach einer Studie der UN (Weltbevölkerungsbericht) sterben in mindestens 14 Ländern rund 5.000 Mädchen und Frauen. In der Dunkelziffer wird von 10.000 bis 100.000 Fällen ausgegangen, nur sehr wenige Fälle werden tatsächlich vor Gericht gebracht. Häufig werden die Morde als Unfall getarnt oder die betroffenen Mädchen und Frauen werden durch psychischen Druck dazu gebracht, Selbstmord zu begehen.


Und dies alles nur, weil andere Wertevorstellungen vorhanden sind.

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2 Kommentare

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Kleine Korrektur:
Mordlust liegt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes vor, wenn der Tötungsvorgang als solcher den alleinigen Tötungsantrieb bildet. (http://de.wikipedia.org/wiki/Mordlust)
Bei einem Ehrenmord geht es aber gerade um über die Tötung hinausgehende Motive. So soll doch die "Familienehre" wiederhergestellt werden.

Ansonsten macht weiter so, eure Themen sind immer sehr interessant. :)

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