Warum gibt es in Deutschland keinen König mehr? Die Engländer haben doch auch eine!?!
In Deutschland gab es zuletzt einen Kaiser, dies war Kaiser Wilhelm II. Die Geschichte zwischen den Deutschen und den Engländern ist eben ein wenig anders verlaufen. Was heute weniger bekannt ist, Deutschland hatte eine Revolution.
Die Revolution fand 1918 / 1919 statt und führte als Folge zur Abdankung des letzten deutschen Kaisers. Es wurde die Republik ausgerufen, die Weimarer Republik die nur kurze Zeit bestand hatte und ab 1933 durch die Machtübernahme Hilters durch das 3. Reich ersetzt wurde. Aber auch das 3. Reich hielt wie wir heute wissen, nicht sehr lange. Seit 1949 haben wir in Deutschland wieder eine Republik, die Bundesrepublik Deutschland.
Die Revolution ging 1918 von den Matrosen in Wilhelmshaven aus. Als der 1. Weltkrieg sich dem Ende zuneigte und es klar war, das Deutschland den Krieg verloren hatte, befahl die oberste Heeresleitung der Marine den Engländern ein letztes Gefecht zu liefern. Das Ende dieser Schlacht war abzusehen und wäre einem Massaker gleich gekommen. Die Deutschen, die jahrelang dem Kaiser treu ergeben waren und mit Hurra in den Krieg gezogen sind, wurden aufgrund der erlittenen Verluste und der Entbehrungen kriegsmüde. Es wollte keiner mehr für nichts in den Krieg ziehen und es wahr nicht mehr Heldenhaft für den Kaiser zu sterben. Man wollte Frieden und Wohlstand.
Durch den "letzten Befehl" in die sinnlose Seeschlacht zu ziehen, wurde eine Meuterei unter den Matrosen ausgelöst die schnell das ganze Land erfasste. Als Ergebnis dieses Prozesses wurde die Republik ausgerufen und der Kaiser dankte ab.
Seit diesem Zeitpunkt hat Deutschland keinen Kaiser mehr. Die Adeligen, Fürsten, Grafen und Prinzen behielten Ihre Ländereien und Titel, allerdings wurde die Macht an ein Parlament von gewählten Politikern übergeben. Auch heute hat Deutschland wieder eine parlamentarische Republik.
Die Engländer haben einfach eine andere Geschichte. Die Königin hat den Krieg gegen die Deutschen gewonnen und daher in ihrem eigenen Land stets großes Ansehen behalten. Ein König kann sich nur an der Macht halten, so lange die Bevölkerung zu dem König steht. Das Königshaus aus England hat es bis heute verstanden, den Zuspruch der Bevölkerung zu erhalten. Auch die englische Geschichte ist voll mit Revolutionen. Jedoch wurden durch geschickte Taktiken und entgegen kommen (der englische König hat zum Beispiel ein Parlament erlaubt um den Volksfrieden zu sichern) das englische Königshaus sich immer als Staatsoberhaupt behauptet.
Der deutsche Kaiser agierte eben nicht so geschickt. Unter seinem Namen wurde ein Krieg geführt der Deutschland in das verderben stürzte. Unter diesen Bedingungen passiert es eben, dass ein König (oder ein Kaiser) abgesetzt wird. Dies war auch schon in früheren Zeiten so. Allerdings wurde im Mittelalter ein König durch einen anderen König abgelöst. Die Besonderheit 1918 war, dass der Unfriede im Volk so groß war, dass man keinen König (oder Kaiser) mehr haben wollte und sich eine parlamentarische Demokratie durchgesetzt hat.
Mit der Weimarer Republik wurde der Adel abgeschafft und genauso seine Privilegien.
Den Adel und damit auch Adelstitel gibt es nicht mehr, diese sind nun ganz normale Namensbestandteile. Deswegen heißt z.B. eine ehemalige Füstin Else von Buxtehude heute Else Fürstin von Buxtehude, wobei "Fürsting von Buxtehude" hie der Nachname wäre.
Ist natürlich nur ein Beispiel.
Hey danke, jetzt hab ich das verstanden, was ich in Geschichte nicht verstanden habe :D