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Warum gibt es Sinnestäuschungen ? Warum täuscht uns unser Gehirn ?

Unser Gehirn, das Zentrum unseres Denkens, täuscht uns immer wieder einmal und gaukelt uns Dinge vor, die gar nicht da sind. Am häufigsten kennen wir diese Beispiele im Bereich der optischen Täuschung. Zum Beispiel sehen zwei gleichfarbige gelbe Kreise bei einem orangenen oder einem etwas hellerem Gelb für unser Auge so aus, als hätten beide Kreise eine andere Farbe. Es gibt noch eine Reihe weiterer Beispiele, bei denen unser Gehirn uns täuscht, aber warum täuscht uns unser Gehirn?

Das Gehirn täuscht manchmal unsere Sinne. Diese Sinnestäuschungen sind eine kleine unerwünschte Nebenwirkung für eine wichtige Angelegenheit. Das Gehirn versucht ständig Muster zu erkennen und bietet uns eine einmal gelernte Lösung an.


Das Gehirn übernimmt eine Schutzfunktion für uns. Obwohl man es nicht glauben mag, das Gehirn möchte nicht denken. Wenn das Gehirn denkt wird sehr viel Energie verbraucht und eine Reizüberflutung würde uns sehr schnell überlasten.

Aus diesem Grunde versucht das Gehirn ständig Muster zu erkennen und uns diese anzubieten. Etwas was der eine oder andere Autofahrer schon einmal an einer Ampel erlebt hat ist, dass das Nachbarauto ein wenig nach hinten gerollt ist. Durch die Bewegung des Nachbarautos entsteht aber nun der Eindruck, dass das eigene Auto nach vorne rollt. Erschreckt tritt man auf die Bremse und überprüft ob das Auto auch wirklich steht.
Dies ist ein weiteres Beispiel für die Arbeitsweise des Gehirns. Das Gehirn erwartet, dass wir uns mit einem Auto nach vorne Bewegen und so erliegen wir in diesem Beispiel einer Sinnestäuschung.


Die Sinnestäuschung ist aber notwendig, da uns das Gehirn mit diesem System der Mustererkennung vor der Verarbeitung vieler unnötigen Informationen schützt. So bemerken wir z. B. unsere Kleidung nicht. Diese Information ist für uns nicht relevant, erst wenn wir uns darauf konzentrieren bemerken wir unsere Kleidung. Das Gehirn ist in diesem Bereich aber noch viel besser, da es Bewegungen und Geometrie vorausahnt und ergänzt.


Außerdem erspart sich das Gehirn dabei das Denken und das erarbeiten eigenständiger Lösungen für immer wiederkehrende Arbeiten. Ist ein Problem einmal gelöst, dann ist es auch gespeichert. Der geübte Leser benötigt nicht mehr die kompletten Buchstaben um einen Text zu lesen. Ds Ghin ergäzt die fehlnden Bchstben automatisch und überliest so Tippfehler oder falsche Rechtschreibung.

Die Sinestäuschungen die uns manchmal einen Streich spielen, helfen uns durch das tägliche Leben und sparen dabei auch noch Energie. Das Gehirn muss für die Entwicklung einer Lösung für ein Problem sehr viel Energie aufwenden. Dadurch das das Gehirn uns ständig Lösungen anbietet wird unser Leben vereinfacht.
Leider geht das ab und zu auch einmal nach hinten los. Fehlinterpretationen des Gehirns sind uns dann als Sinnestäuschungen bekannt.

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